Urologisches Zentrum Weinheim  Dr. Nattermann / Roder

Fachärzte für Urologie und medikamentöse Tumortherapie im Ärztehaus GRN-Klinik Weinheim / Röntgenstr. 1



Tumornachsorge von Blasen- , Prostata und Hodenkrebs


Nach überstandener Krebserkrankung erfolgen regelmäßige Nachuntersuchungen. Hier stehen die physischen und psychischen Folgen der Therapie und im schlimmsten Fall ein frühzeitiges erkennen eines Rezidives (Wiederauftreten) der Erkrankung im Fokus. Im Rahmen der Tumornachsorge führen wir gemäß den Leitlinien regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen durch. Die Intervalle sind abhängig von der Erkrankung und dem Risiko eines Rezidivs (Wiederauftreten der Erkrankung).

Anfangs sind die Untersuchungen engmaschiger (i.d. R. alle 3 Monate), im Verlauf werden die Abstände der empfohlenen Untersuchungen größer. 

Bei einem Urothelkarzinom (Blasenkrebs) stehen Urinuntersuchungen auf bösartige Zellen (Urinzytologie), regelmäßige Ultraschalluntersuchungen und Blasenspiegelungen (Cystoskopie) im Vordergrund. Die Männer werden bei uns grundsätzlich mit einem flexiblen Cystoskop gespiegelt. Das bedeutet weniger Beschwerden während und nach der Untersuchung. Ggf werden diese Basisuntersuchungen auch durch CT-Untersuchungen ergänzt.

Zur Prophylaxe kommen auch Blaseninstillationen mit Medikamenten (Mitomycin oder BCG) häufig zum Einsatz. Hier erfolgt die Medikamentengabe über einen dünnen Einmalkatheter. Diese Medikamente sollen das Wiederauftreten des Tumors verhindern. Die Wahl des Medikaments richtet sich nach dem histologischen (feingeweblichen) Befund der Operation. Zuvor sollten Sie so wenig wie möglich getrunken haben, damit das Medikament mind 1h, besser 2h in der Harnblase verbleiben und einwirken kann. Anschließend entleeren Sie Ihre Blase möglichst im Sitzen mit dem Ziel Urinspritzer möglichst zu vermeiden. Nach der Instillationstherapie sollte ungeschützter Geschlechtsverkehr für 1 Woche vermieden werden. 

Wir besprechen mit Ihnen, ob eine solche Therapie bei Ihnen notwendig ist und schließen zuvor die Kontraindikationen (Immunschwäche, laufende Chemotherapie, Schwangerschaft oder eine laufende Kortisontherapien etc) aus. Wir erörtern Vor- und Nachteile der Therapie und mögliche Nebenwirkungen. mit Ihnen. Sie erhalten anschließend ein Untersuchungsheft mit sämtlichen Terminen, welches Sie bitte zu jedem Termin mitbringen. 


Die Nachsorge des Prostatakarzinoms besteht aus regelmäßigen PSA- und Laboruntersuchungen sowie einer ausführlichen Anamnese. Hier liegt der Fokus auf möglichen Nebenwirkungen der Behandlung wie beispielsweise Inkontinenz und Impotenz. Ultraschalluntersuchungen können ebenfalls sinnvoll sein. Bei Problemen mit dem urinieren sind Urinuntersuchungen nötig.


Der Hodenkrebs hat sehr gute Heilungschancen, so dass wir erfreulicherweise oft nur die Nachsorgeuntersuchungen übernehmen. Hier sind regelmäßige Blutuntersuchungen mit den Tumormarkern und Ultraschalluntersuchungen nötig. Die Ultraschalluntersuchungen werden regelmäßig durch CT-Untersuchungen der Lunge und des Abdomens (Bauchraumes) ergänzt. Da sich als Therapiefolge oft die Risiken für Herzkreislauferkrankungen erhöhen, erfolgt auch eine regelmäßige Überprüfung der Blutfettwerte, des Blutdruckes und des Gewichts.